Rückblick auf zwei Semester Geschichtsdidaktik

Vorlesungssaal vom Pult ausgesehen, Fokus auf Mikrofon

Nach der letzten Vorlesungswoche heißt es allmählich Abschiednehmen von den Lehramtsstudierenden im Fach Geschichte an der MLU Halle. Als kommissarischer Leiter der Abteilung für die Didaktik der Geschichte habe ich eine so intensives wie lehrreiches Jahr erlebt. Dank des großartigen Einsatzes des Teams (you know who you are) ist es gelungen, die Abteilung trotz so mancher Unwägbarkeiten in ruhige Fahrwasser bringen. Vor allem aber waren es die Begegnungen mit den vielen neugierigen, engagierten Studierenden, für die ich dankbar bin. Sie haben sich auf alles eingelassen: die Studienanfänger:innen auf die zunächst theorielastigen Grundlagen der Geschichtsdidaktik, die Fortgeschrittenen im Forschungsmodul auf mitunter ungewöhnliche Aufgabenstellungen im Rahmen der Projektarbeit. Da kommen bald einige sehr befähigte, reflektierte Geschichtslehrkräfte an die Schulen Sachsen-Anhalts!

Auch für mich hatten die letzten beiden Semester einige Highlights parat. So habe ich meine erste Vorlesung gehalten – ein Format, dessen Sinnhaftigkeit mir eigentlich schon als Student verschlossen blieb. Aber, das sei zugegeben, hat mich aus Perspektive des Lehrenden ein Stück weit überzeugt, dass eine Vorlesung die Zeit und den Raum bereitstellt, einen Gedanken auch mal ausführlicher entwickeln zu können.

Im Forschungsseminar zu Sachquellen im Geschichtsunterricht haben die Studierenden sich anhand von schulischen Objekten mit dem historischen Wandel von Schule und Unterricht befasst. Sie haben im Schulmuseum Leipzig geforscht und ihre Ergebnisse in einer Ausstellung auf der Langen Nacht der Wissenschaften in Halle präsentiert. Im Rahmen des Forschungsseminars zu Kindheitsgeschichte im Film – Film im Geschichtsunterricht haben wir nicht nur einige tolle Filme besprochen und ausschnittsweise gesehen. So mancher der von den Studierenden präsentierten Unterrichtsentwürfe erwies sich als überraschende wie kreative Interpretation des Lehrplans und eröffnete so neue Perspektiven.

Ausstellung "Schulgeschichte in Objekten" auf der Lange Nacht der Wissenschaften 2026 in Halle, einige Besucher:innen vor Plakaten mit den Titeln "Platzieren" und "Schreiben"